Lehrkräfte und Schüler sitzen (gesund, rein vorsorglich) in einer Corona-Quarantäne? Wie kann Homeschooling / Fernunterricht gelingen, wenn diese im ländlichen Raum leben und Zuhause nur eine sehr schlechte oder keine Internetverbindung möglich ist? Wenn die Schüler und Schülerinnen weder per PC und Internetverbindung über (W)LAN, noch per Mobilfunk über Handy digital kommunizieren können?
Funklöcher gibt es viele auf dem platten Land und die Nutzung von Smartphones ist vielerorts wirklich unmöglich. Doch: Die meisten privaten Haushalte dürften eine Festnetz-Telefonleitung mit Internet haben. Sofern es im Haus auch ein Endgerät gibt (PC, Notebook, Tablet, ggf. Leihweise von der Schule), dürfte den SuS über die Festnetz-Internetleitung fast alles möglich sein. Aber vielleicht gibt es keinen Drucker, um (Haus-) Aufgaben auszudrucken? Oder das Netz oder der PC ist viel zu langsam für Videokonferenzen? Welche Möglichkeiten gibt es?



Grundlegend: Schulbeteiligte, die einen Festnetz-Telefon & -Internetanschluss, aber kein Endgerät mit LAN-Steckplatz und kein funktionierendes WLAN-/Mobilfunk haben, können das Problem mit einem USB (C)-LAN-Adapter bzw. USB-Ethernet-Adapter lösen. Denn:
Mit so einem Adapter können Smartphones & Tablets über Kabel und (Telefon-) Router mit dem Internet verbunden werden! Auf dem Foto oberhalb des Artikels ist die Verkabelung zu sehen und in den Produktbeschreibungen auf amazon wird gezeigt, wie das geht.


Teilnahme an Online-/Video-Konferenzen

  • außer Haus: SuS können mit ihrem Smartphone oder Tablet zu einem Ort gehen, wo eine sichere Mobilfunkverbindung möglich und bestenfalls ein öffentliches (kostenfreies) WLAN verfügbar ist. Mögliche Orte sind z.B.:
    • Hotels, Cafés und Restaurants
    • das jeweilige Gemeindehaus / vor dem Rathaus
    • große Firmen
    • Einzelhandelsgeschäfte

Jugendliche kennen solche Orte oft aus eigenem Interesse. Im Freien wäre das bei schlechtem Wetter natürlich nicht schön oder sogar unmöglich. Spontan geht das i.d.R. nicht, das heißt: ein Termin muss von der LK gut im Voraus geplant sein.

  • im Haus: sollten Schüler so einen Ort nicht in der Nähe haben, und zuhause geht sowieso nichts, könnten Sie alternativ per Festnetz-Telefon an Online- / Video-Konferenzen teilnehmen. Wie das?
    • SuS rufen vom Festnetz einen Klassenkameraden (m/w/d) an, der eine stabile Internetverbindung hat und an Online-/Video-Konferenzen verlässlich teilnehmen kann. > Dieser Klassenkamerad nimmt den Anruf an und legt den Hörer neben seinen PC / Notebook / Tablet. Sofern der Ton (Musikboxen, PC-Lautsprecher) laut gestellt ist, kann der anrufende Schüler (m/w/d) wenigstens mithören. Sehen geht so natürlich nicht.

(Haus-) Aufgaben-Übertragung:

Jetzt wird es anstrengend – oder doch nicht? Wie kommen Schüler und Schülerinnen an ihre (Haus-) Aufgaben, wenn bei ihnen Zuhause komplett digitale Funkstille herrscht?
Zustellen:

  1. Lehrkräfte / SuS selbst könnten ein Elternteil / Freunde / Verwandten bitten, (Haus-) Aufgaben in der Firma abzurufen (per E-Mail, Messenger, LMS) und für diese SuS ausdrucken und an sie aushändigen. Dann können die HA in Papierform erledigt werden.
  2. Alternativ könnten Lehrkräfte natürlich 1x / Woche alle (Haus-) Aufgaben gedruckt per Post zusenden ODER in der Schule abholen lassen (Letzeres geht ggf nicht in einer Quarantäne-Situation!).
  3. Sofern es z.B. Hotels gibt, die für ihre Gäste digitale Arbeitsräume mit PC´s und Druckern zur Verfügung stehen, könnten diese digital abgehängten SuS oder deren Eltern z.B. erlauben, dort ihre (Haus-) Aufgaben online abzurufen und auszudrucken (geht ggf nicht in einer Quarantäne-Situation!).

Abgeben:
Wer (Haus-) Aufgaben nicht digitalisieren bzw. aufgrund von Funkstille nicht übertragen kann, könnte diese entweder …

  1. per Post zurücksenden
  2. in der Schule vorbeibringen (lassen) – das geht ggf nicht in einer Quarantäne-Situation!
  3. mit ihrem Smartphone oder Tablet abfotografieren und zum Beispiel per Whatsapp oder anderem Messenger bei der nächsten Gelegenheit an die entsprechenden Lehrkräfte senden.

Feedback & Austausch ohne digitale Verbindungen

  • Telefonieren per Festnetz
  • Audiobotschaften per Messenger bereitstellen (der Abruf dürfte irgendwo in der Gegend wohl möglich sein, ggf beim Einkauf mit den Eltern).

Lernen, Wissensvermittlung


Hieraus entstandene Corona-Troubleschooting-Idee: #Unterricht_im_Hotel

Kitas & Schulen sind systemrelevant und bleiben offen. Hotels, etc sind Corona-bedingt derzeit geschlossen. Diese haben aber oft nicht nur WLAN, sondern auch Konferenzräume mit Whiteboards, etc. Wäre es eine gute Idee, die Personendichte in Schulen zu verringern,  indem die oberen Klassenstufen ihren Unterricht in Hotel-Konferenzräumen bekommen?
Ziel: Corona-Ansteckungsgefahr senken! Nebenziel: Hotels wirtschaftlich stärken. (Raumnutzung natürlich nur zu moderaten Preisen).


Weitere Ideen bitte gerne auf Twitter beitragen!

Ob Schüler (m/w/d) ihre Smartphones in der Schule nutzen dürfen sollen oder nicht, ist seit Jahren ein leidenschaftliches Diskussionsthema. Spätestens seit der Corona-Krise sind die Mobilgeräte allerdings für die Nutzung zu Unterrichtszwecken nicht mehr wegzudenken. Wie sieht es damit jetzt im Schulalltag aus? Fakt ist: Es muss immer Regelungen für so Etwas geben – zum Beispiel in Form einer Nutzungsordnung > hier steht ein Muster dafür bereit.

Die folgende Handy / Mobilgeräte-Nutzungsordnung hat Susanne Braun-Speck (media4schools / sii-kids) 2018 für eine Gemeinschaftsschule geschrieben. Der erste Absatz wurde später erweitert und die Reihenfolge von zwei Ziffern geändert, aber ansonsten ist diese Nutzungsordnung so noch im Einsatz – sie scheint sich bewährt zu haben. Hiermit stellt sie diese Handy- bzw. Mobil-Nutzungsordnung gemeinfrei als Muster anderen Schulen zur Verfügung.

Beachte: Dies ist ein Muster, welches auf eigene Verantwortung genutzt, sowie in eigenem Ermessen verändert und ergänzt werden kann. Die zur Verfügungstellung des Musters stellt keinen Rechtsrat dar und jegliche Haftung durch die Urheberin entfällt. Eine rechtliche Prüfung, z.B. durch einen Rechtsanwalt, fand nicht statt. Aber natürlich wurde sie, bei oben erwähnter Schule, von allen Gremien geprüft – wobei bis heute ein fehlendes Teilwort niemanden aufgefallen ist (ergänzt: heute).
Download als PDF oder als Word-Datei möglich.

Copyright-Hinweis: Nutzung und Weitergabe sowie Veränderung erlaubt – mit Namensnennung – nicht-kommerziell – Urheber: Susanne Braun-Speck, media4schools.de by sii-kids.de, Kontakt: s.braun-speck@sii-kids.de


(Handy-) Nutzungsordnung für mobile Geräte in der Schule (Muster)

 
Präambel
Grundsätzlich ist die Nutzung von mobilen Geräten (Handys, Smartphones sowie Tablet-PC) an unserer Schule / auf dem Schulgelände erlaubt. Damit für alle Beteiligten (Schüler, Lehrer, Besucher, etc) gleiche und verbindliche Rechte und Regeln gelten sowie im Unterricht die Nutzung von Online-Medien möglich wird, ist in dieser Mobil-Nutzungs-Ordnung Folgendes geregelt:

  1. Grundsätzlicher Umgang mit mobilen Geräten in der Schule und auf dem Schulgelände inkl. Pausen-Regelung:
    1. In wichtigen Angelegenheiten darf jederzeit telefoniert werden. Die Gespräche sind kurz zu halten und auf das Wichtigste zu begrenzen. Zum Beispiel
      1. wenn Stunden ausfallen und ihr dies mit den Eltern absprechen müsst.
      2. bei Notfällen jeder Art.
    2. Bei Veranstaltungen, an Projektentagen, etc. dürfen die Geräte – insbesondere die Kameras – benutzt werden, damit Schüler und Lehrer über diese Ereignisse berichten können. Hierbei sind besondere Regelungen hinsichtlich Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten.
    3. In den Pausen dürfen mobile Geräte wie folgt genutzt werden:
      1. Ab dem 7. Jahrgang dürfen die Geräte in den Pausen benutzt werden.
      2. Eine Nutzung in der Mensa oder auf den Toiletten ist untersagt.
        1. Beim Musikhören müssen Kopfhörer benutzt werden. Die Lautstärke darf Menschen in der Umgebung nicht stören. Man muss weiterhin ansprechbar bleiben.
  2. Nutzung im Unterricht
    1. Natürlich soll der Unterricht im Interesse der Schüler möglichst störungs- und ablenkungsfrei gestaltet werden. Entsprechend ist im Unterricht grundsätzlich die Nutzung zu persönlichen Zwecken (außer bei Notfällen) untersagt.
    2. Sofern Mobilgeräte nicht zu Unterrichtszwecken genutzt werden, sind diese in der Tasche (Schulrucksack, Jacke, nicht Hosentasche/nicht direkt am Körper) komplett ausgeschaltet oder auf Flugmodus
    3. Dagegen soll die Nutzung von mobilen Geräten in Zusammenhang mit Online-Medien beim Unterricht gefördert Deshalb ist in Absprache mit dem jeweiligen Lehrer während des Unterrichts Folgendes möglich:
      1. Insbesondere dürfen Mobilfunkgeräte zur Recherche von Informationen und zur Veranschaulichung (z.B. durch das Zeigen von Bildern oder Videos zum jeweiligen Thema) genutzt werden.
      2. Beteiligte (Lehrer und Schüler) dürfen interessante Tafelbilder, Kunstwerke, Projektarbeiten o.ä. fotografieren. Urheberrechte sind zu beachten!
      3. Im naturwissenschaftlichen Unterricht dürfen interessante Experimente gefilmt oder fotografiert werden.
      4. Auf Ausflügen und Klassenfahrten darf zu Dokumentations- oder Erinnerungszwecken gefilmt oder fotografiert werden. Beachte hierzu Ziffer 4 dieser Nutzungsordnung!
      5. Im Musikunterricht darf man das Handy zum Aufnehmen oder Abspielen von Musik nutzen.
      6. Und im Mathematik-Unterricht darf z.B. der Taschenrechner, die Uhr, der Kalender oder die Stoppuhr genutzt werden.
  3. Gesundheit
    1.  Die Nutzung von mobilen Geräten ist in vielerlei Hinsicht nicht gesund, worauf wir hier hinweisen möchten. Bedenke also jederzeit: Jedes elektrische Gerät gibt „Elektro-Smog“ ab. Ein mobiles Gerät tut dies in zweifacher Hinsicht und beides ist ungesund:
      • Mobil-Funk (beim Telefonieren und z.B. bei Datenübertragung) ist hochfrequente Strahlung
      • Die Stromversorgung darin ist niederfrequente Strahlung (magnetische bzw. elektrische Energie)
      • Der kleine Bildschirm strengt die Augen an und überfordert sie schnell.
      • Nur gesunde Ernährung und Sport halten euch schlank, Bewegung ist das A und O. Das krumme Beugen über Smartphones kann dem Körper massiv schaden.
  4. Persönlichkeits- und Datenschutzrechte
    1. Jeder Schüler ist für die Sicherung seiner Mobilfunkgeräte samt Inhalten selbst verantwortlich und hat diese mit einem Passwort zu schützen.
    2. Die Schule übernimmt keinerlei Haftung!
    3. Niemand darf die Inhalte persönlicher Gegenstände kontrollieren, d.h. Lehrer dürfen beispielsweise nicht die Nachrichten auf Schüler-Handys lesen.
    4. Alle Beteiligten an der Schule dürfen keine digitalen Beiträge, Nachrichten, Fotos, Videos machen, sehen, veröffentlichen oder verteilen, die
      1. gegen die guten Sitten oder geltendes Recht verstoßen (z.B. als Mobbing betrachtet werden können).
      2. deren Veröffentlichung einen Straftatbestand erfüllt oder eine Ordnungswidrigkeit darstellt,
      3. die gegen das Urheberrecht, Markenrecht oder Wettbewerbsrecht verstoßen
      4. der beleidigende, rassistische, diskriminierende oder pornographische oder gewaltverherrlichende Inhalt haben.
    5. Fotos und Videos von anderen, einzelnen Schülern oder kleinen Gruppen dürfen nur mit deren persönlicher Einwilligung gemacht werden. Für Schulzwecke liegt ein formuliertes Genehmigungsformular im Sekretariat bereit.
    6. Fotos von Gruppen mit mehr als 15 Personen auf dem Bild dürfen gemacht werden, solange sie nicht gegen Ziffer 4.4. verstoßen.
  5. Folgen bei Missachtung der Nutzungsregeln:
    1. Störungen durch Mobilfunkgeräte im Unterricht können wie folgt geahndet werden:
      1. Bei 1maligen Klingeln, Vibrieren oder ähnlichem wird der jeweilige Schüler aufgefordert, das Handy in den Flugmodus zu versetzen.
      2. Sollte ein Schüler ein Gerät aktiv nutzen (z.B. unter dem Tisch oder in der Hosentasche) darf der anwesende Lehrer das Gerät einsammeln und bis zur Abholung am Ende des Schultages im Sekretariat abgeben.
      3. Sofern ein Schüler über mehrere Wochen immer wieder diese Regeln missachtet, kann er ein bis zu 14-tägiges komplettes Nutzungsrechtsverbot auferlegt zusammen mit einer Missbilligung bekommen. In solch einem Fall werden die Eltern benachrichtigt.
    2. Bei Missachtung der Persönlichkeitsrechte (Ziffer 4) gibt es folgende Möglichkeiten:
      1. Sollte jemand feststellen (zum Beispiel, weil ein Bild oder Video unter Schülern verteilt wurde), dass z.B. gegen die Persönlichkeitsrechte von sich oder anderen Schülern verstoßen wurde, können Betroffene selbst oder Freude/Klassenkameraden und/oder Lehrer sowie Eltern Beschwerde bei der Schulleitung einreichen und/oder sich Hilfe bei den Schulsozialarbeitern holen.
      2. Jeder ist berechtigt und darf sich aufgefordert fühlen, freiwillig die Inhalte seines eigenen Mobilgerätes zu zeigen, sofern er den Inhalt für persönlichkeitsverletzend, gefährlich oder straffähig hält.
      3. In Zweifelsfällen bzw. bei starkem Verdacht auf solche Rechtsverletzung wird die Polizei hinzugezogen und ggf. Anzeige erstattet.

Feburar 2018 (überarbeitet 2020/10)

Wenn Veränderungsvorhaben und Projekte an Schulen von vorneherein flexibel und vorausschauend geplant sind, fällt es leichter, Agilität zu leben und alle Beteiligten (Lehrkräfte, Schüler, Eltern, möglicherweise auch Schulträger) einzubinden. Mit (digitalen) Mindmaps können diese in höchst kreativer, strukturierter und veränderbarer Form entwickelt, dargestellt und geplant werden.


In diesem Beitrag für das Booksprint „Agilität und Bildung“, stelle ich (Susanne Braun-Speck, freie Referentin für digitale Bildung) die Einsatzmöglichkeiten von Mindmaps vor und berichte davon, wie Lehrkräfte und Schüler (m/w/d), in einem Workshop mit mir, gemeinsam Ideen für Nachhaltigkeits-Projekte in ihrer Schule entwickeln und planen. Im Anhang gibt es eine Liste mit APP- und Online-Tools, Buch-Empfehlungen und weiterführende Links sowie ein Handout für den Unterricht.
Persönlich lernte ich die Mindmapping-Methode übrigens vor rund 30 Jahren kennen und wende sie seitdem in vielen Berufs- und Lebenslagen an: Von der einfachen kreativen Ideenfindung bis zur komplexen Unternehmenskonzept-Entwicklung.


Mindmapping: eine Kreativ- & Visualisierungs-Methode
Der Begriff Mindmap (auch: Mind-Map) kommt aus dem Englischen und heißt wörtlich übersetzt, Gedanken- oder Gedächtniskarte. Die Mindmapping-Methode ist zunächst mal eine Kreativ- sowie Strukturierungs-Methode, welche ein hirngerechtes Arbeiten ermöglicht. Sie wurde in den 1970er Jahren von Tony Buzan, einem britischen Autor, Redner und Trainer für Bildung, Lernen und Kreativität entwickelt.
Gehirngerecht ist sie deshalb, weil die natürliche Arbeitsweise des Gehirns genutzt wird und Mindmaps ebenso eine vernetzte Struktur haben wie unsere Hirnsynapsen (Verbindungsstellen zwischen Nervenzellen). Dadurch kann ungeahntes Potential geweckt und die Merkfähigkeit erheblich gesteigert werden. Mindmapping macht auch möglich, dass die logisch-arbeitende linke Hirnhälfte mit der kreativ-arbeitenden rechten Hirnhälfte besser zusammenarbeitet.
Fotos mit Beispielen:
So ist ein Mindmap aufgebaut: In der Mitte steht jeweils das Thema, wo herum Hauptzweige und Unterpunkte baumartig strukturiert sind.


Regeln gibt es dabei übrigens wenige: Ein Mindmap wird oben Rechts (auf ein (1) Uhr) beginnend im Uhrzeigersinn geschrieben und von dort auch begonnen zu gelesen.
Ein alternativ benutzter Begriff ist “Clustering”.
In Clustern werden Vorstellungen in einfacher kognitiver Weise miteinander verknüpft. Diese Methode stammt aus dem Umfeld des kreativen Schreibens und wurde circa 10 Jahre nach der Mindmapping-Methode entwickelt und kann als vereinfachte Methode dessen verstanden werden.
Einsatz-Möglichkeiten & Nutzen sind vielseitig!
Die Mindmapping-Methode eignet sich besonders, um Ideen zu entwickeln, Informationen zu sammeln und Projekte zu planen. Im Gegensatz zu langatmigen Texten sind sie schnell erfassbar und leicht verständlich. Außerdem sind sie, anders als zum Beispiel eine Stichwortliste, gehirn-gerecht strukturiert und in alle Richtungen flexibel erweiterbar.
Menschen werden durch die Mindmapping-Methode kreativer, können Informationen besser erfassen und verarbeiten, sowie später (zum Beispiel beim Referat oder Vortrag) schneller reproduzieren und wiedergeben.
Im Bildungswesen nutzen Mindmaps allen Schülern (m/w/d) beim kreativen Schreiben von jeglichen Texten; unkonzentrierte und leistungsschwache Schüler können durch sie Gedanken und Fakten leicht erfassen und sortieren; bei Hochbegabten werden ungeahnte, versteckte Fähigkeiten entdeckt; das Präsentieren von Referaten und Projektarbeiten fällt leichter, und: Lehrkräfte können damit innerhalb kürzester Zeit ihre Stunden planen und strukturieren.


Wer eine Mindmap erstellt hat, kann mit einen kurzen Blick auf deren Schlüsselbegriffe und durch die Struktur den gesamten Inhalt (auch von sehr komplexen Themen) sekundenschnell erfassen und wiedergeben. Ablesen wie bei sonstigen Vorträgen und Referaten entfällt damit!



Traditionell wird die Mindmapping-Methode übrigens seit Jahrzehnten in der Wirtschaft genutzt. Zum Beispiel in Marketing und Werbung; hier überwiegend aber nicht nur als Kreativ- und Strukturierungs-Methode. Sowie in der IT für Software-Entwicklungen, um z.B. Zielgruppen und User Experience zu formulieren. Wer sich dafür interessiert, findet in der Link-Liste einen Artikel dazu.


Im Folgenden geht es um einen Workshop zum Thema Nachhaltigkeit.

Wie bereits geschrieben, nutze ich die Mindmapping-Methode seit mehr als 30 Jahren. In diesem Beispiel setze ich sie für Workshops an Schulen ein, welche Ideen und Möglichkeiten suchen, um Nachhaltigkeits-Projekte zu initiieren.

Rahmenbedingungen:

  • Workshop-Team: In diesem hier beschriebenen WS waren 5 Lehrkräfte sowie 12 Schüler (Jg. 7-12) dabei und ich.
  • Zeitaufwand: 4 Zeitstunden
  • Medien: Notebook, interaktiver Touchscreen, Kreidetafel, Papier und Stifte

Ablauf beim Workshop:

  1. Schritt: Begrüßung und Abfragen der Wünsche und Ziele für den heutigen Workshop > notieren. In diesem Workshop soll es allgemein um nachhaltige Schule sowie nachhaltige digitale Bildung gehen.
  2. Schritt: 10-15-menütige digital-präsentierte Theorie über Nachhaltigkeit und die Agenda2030 plus Diskussion.
  3. Anschließend nahmen wir uns gemeinsam das Thema nachhaltige digitale Bildung vor, was ich als Referentin moderierte und an der Kreidetafel festhielt. Dabei machte ich direkt vor, wie eine Mindmap entsteht (wobei das kein Lernziel des Tages war). Durch meine Erfahrungen in Sachen Digitalisierung / IT stellte ich die richtigen Fragen – die Erkenntnisse gleichen meinen Annahmen … Des Urheberrechts wegen wird das Ergebnis hier nicht präsentiert.
  4. Nach dieser 1. Mammut-Aufgabe gab es eine Pause und anschließend eine Auseinandersetzung mit den 17 Nachhaltigkeitszielen (siehe Bilddatei). Welche davon berühren Schule überhaupt? Die Teilnehmer entwickelten sofort Ideen und notierte sich diese zunächst für sich selbst (handschriftlich).
  5. Als nächstes wurden aus allen Ansätzen und Ideen drei für die Vertiefung ausgewählt. Dazu bildeten sich Projektteams jeweils aus mindestens einer Lehrkraft und vier Schülern.
  6. Jedes Projektteam setzte sich nun mit einer Idee tiefer auseinander. Dabei entstand ein größeres, gemeinsames Mindmap pro Team und Idee. Darin enthalten ist auch, was der nächste Projektschritt ist und wer – auch nach dem heutigen Workshop – an dem Projekt weiterarbeiten möchte. Ein nächster Termin je Gruppe wird vereinbart. Bei diesem Workshop wurden die Ideen ebenfalls in einem Content-Management-System von Media4Schools digital erfasst.
  7. Abschließend stellten alle Gruppen ihre Nachhaltigkeits-Projektideen kurz vor. Andere Workshop-Teilnehmer hatten hierbei noch Gelegenheit, weitere Aspekte / Assoziationen einzubringen.

Das später digital nachgestellte zweite Mindmap aller drei Nachhaltigkeits-Projekte mit Teilprojekten des Workshops ist dieses:
Die Mindmaps vom Workshop sind jetzt die Basis für eine agile Projekt-Realisierung. Sie sind stets veränderbar, das besonders gut, wenn sie digital verfügbar sind. Für spontane weitere Ideen und Aspekte sollten sie zudem möglichst groß ausgedruckt und irgendwo zentral an eine Wand gehängt werden. Dort können dann auch Nicht-Projektmitglieder weitere Vorschläge machen.

Wie auf dem letzten Mindmap zu erkennen ist, entstanden aus diesem Workshop sofort 3 vielseitige Projektideen mit mehreren Teilprojekten für mehr Nachhaltigkeit an der Schule. Teams stehen fest; ebenso wie die nächsten Schritte. > Der 4-Stunden Workshop war enorm effektiv und ergebnisreich!


Mindmaps im Unterricht

Wer die Mindmapping-Methode mit Schülern (m/w/d) im Unterricht anwenden möchte und noch kein Handout dafür hat, findet hier eins als PDF.  Klick entweder auf den Downloadlink oder scanne diesen QR-Code >

Workshop? Kontakt?

Wer an Referentengeführten Workshops für seine Schule oder Klasse interessiert ist, kann sich gerne bei der Autorin, Susanne Braun-Speck, melden. E-Mail: s.braun-speck@tiefenschaerfe.de oder @sii-kids.de. Tel.: 0172-4332277


Buch-Empfehlungen (Links zu Amazon):


Weblinks zu digitalen Apps & Online-Portalen:


Link-Empfehlungen:

Weiterlesen

Alle Schulbeteiligten kennen das: Eine Projektarbeit steht an; Teams finden sich von alleine oder werden mit Methode von Lehrkräften zusammengestellt. Manchmal kann das Thema freigewählt werden, manchmal steht es fest. Doch eins ist immer klar: Die SchülerInnen bringen sich unterschiedlich in ihren Teams ein. Einige leisten richtig viel, Andere gucken den Willigen bei der Arbeit zu. Wie können entsprechend Projektarbeiten fair benotet werden? Vielleicht mit einer Team-ScoreCard?

(Zur Info: Dieser Beitrag erscheint Ende 2020 im Booksprint „Agilität und Bildung“.)
Für diese Problematik habe ich bisher keine leichte, stressfreie und faire Methode erlebt und beschäftigte mich zuletzt gestern damit. Eine Berufsfach-Oberschülerin sprach mich an und erzählte mir ihre Geschichte. Sie, als hochbegabte 16jährige-Schülerin, hatte sich in eine Projektarbeit richtig reingekniet. Als eine von vier Teammitgliedern hatte sie aus vier Teiltexten, davon zwei handschriftlichen, ein Handout am PC erstellt; die Team-Organisation übernommen und eine Powerpoint-Präsentation gestaltet. Außerdem enthielt ihr Textteil einen selbstausgedachten Fragenbogen.
Ein besonders kreativer Klassenkamerad (auch 16) und Teammitglied hatte per Hand mehrere Zeichnungen angefertigt; eine 21-jährige Schülerin fiel besonders positiv bei der Präsentation auf; das vierte (auch 21jährige) Mitglied schrieb allerdings nur 3 Sätze – und verlangte am Ende, maximal 1 Punkt weniger zu bekommen, als die Hochleisterin des Teams. Bekannt war mir bereits, dass die 4. Schülerin zu einer Verabredung mit der 1. Schülerin zwecks gemeinsamer Gestaltung des Handouts nicht gekommen war.

So sieht Gerechtigkeit in keinem Fall aus!

Die Lehrkraft hatte gesagt: „Ihr habt insgesamt 44 Punkte, davon hat jeder von Euch zunächst 11 Punkte. Teilt bitte selbst ein, wer wieviele Punkte bekommt; allerdings maximal 15 Punkte pro Person. Daraus könnt ihr dann selbst die Noten ableiten und mir vorschlagen!“ Von dem Ablauf und Aufgabenteilung, wie oben beschrieben, wusste er bereits.
Wenig überraschend war die Folge: Das Projektteam diskutierte heiß und innig über die Bewertungen der Einzelnen. Zunächst wurden alle Teammitglieder beinahe gleich bewertet, obwohl klar war, dass deren gelieferte Leistung sehr unterschiedlich war. Die Schülerin mit den drei Sätzen forderte für sich 10 von 11 Punkten. Der eine Punkt, der ihr abgesprochen wurde, sollte die Hochleisterin bekommen, als 12. Die beiden Anderen sollten ihre 11 Punkte behalten. Im Ergebnis hätten alle Note 2.
Auf einen Blick wird klar: das Leistungs-Bewertungs-Verhältnis stimmt so überhaupt nicht und ist unfair.

Lohnt sich Leistung bei Projektarbeiten für Schüler?

Die Hochleisterin (welche bis vor Kurzen übrigens, trotz Hochbegabung, Minderleister war), wirkte natürlich Unzufrieden und suchte das Gespräch mit mir. Sie war zwiegespalten: Einerseits sprach ihr Gerechtigkeitssinn gegen eine Gleichbenotung aller Gruppenmitglieder, anderseits wollte sie der DAZ-Schülerin (der 4. im Team) helfen. Beinahe Schachmatt? Was ist gerecht? Gleichmachen oder fair bewerten? Mit ihren 16 Jahren zerbrach sie sich den Kopf und suchte Rat.
Größtes Problem übrigens: alleine durch die Diskussion und den Streit über die Vergabe der Punkte im Team war Schülerin 1 höchst demotiviert und bekam als „Lohn“ für ihre Arbeit nun statt Anerkennung, nur Streit und Ärger. Sie fragte sich: Kommen nur Egoisten in den Himmel? Zahlen sich Arbeit und Sozialkompetenz nicht aus? Da sie die Schuljahre davor Minderleister war, war das natürlich eine hochbrenzlige Situation. Sie könnte aufgrund des Frustes wieder ihre Motivation verlieren und in alte, negative, Verhaltensmuster verfallen.


Als faire und sachliche Bewertungsmethode schlug ich ihr eine ScoreCard für Teams vor.

Eine Balanced-Scorecard ist der englische Begriff für „ausgewogene Wertungsliste“ also eine Ergebnis- & Kriterienliste mit Kennzahlen. Sie ist eine Controlling-Methode zur Messung, Dokumentation und Steuerung der Aktivitäten eines Unternehmens oder einer Organisation zu seiner Vision und Strategie. Es gibt auch spezielle Projekt-Scorecards, bei denen es um die klare Messbarkeit von Zielen und deren Wert geht.
Diese Methode wurde hier von mir übertragen und zur bestmöglich gerechten Bewertung der einzelnen Schülerleistungen vorgeschlagen. Ich nenne sie mal „Team-ScoreCard / ScoreCard4 Teams“.


Die Herausforderung bei der Bewertung der einzelnen Schüler bei Projektarbeiten ist u.a., zu erkennen und zu benoten, wer was und wie beigetragen hat. In diesem Fall wurden folgende Aufgaben / Bewertungskriterien definiert:

  • Texteile (jeder SuS seinen Text)
  • Live-Präsentation
  • Skizzen & Zeichnungen (oder: Experiment)
  • Handout-Erstellung
  • Team-Organisation
  • Powerpoint-Erstellung

Bei einer ScoreCard müssen zunächst solche Aufgaben/Kriterien gefunden werden. Mein Vorschlag für die Zukunft ist, diese VOR der Durchführung der Projekte, gemeinsam mit den Schülern zu bestimmen. Dann wird den Schülern auch klar, welche Projektaufgaben anfallen und sie können einschätzen, was und wieviel jeder Einzelne tun muss, um die Arbeit fair zu verteilen und eine gute Note zu bekommen.

Im Anschluss müssen die Aufgaben/Kriterien einen Wert in Punkten erhalten.

Bei der hier beschriebenen Projektarbeit sollte es, laut verantwortlicher Lehrkraft, maximal 44 Punkten geben. Diese Punkte müssen nun dem Arbeitsaufwand gerecht (also ausbalanciert) zugeteilt werden. In diesem Fall so:

Tatsächlich hätten zwar Zeile 7 und Zeile 8 deutlich mehr Punkte bekommen müssen (alleine vom Zeitaufwand her), aber:
Da die Schülerin 4 dann sowenig Punkte bekommen hätte, dass sie Note 5 bekommen müsste, was die überwiegend sozialkompetenten Anderen dann doch nicht verantworten wollten, wurden die meisten Punkte auf Textteile und Live-Präsentation verteilt. Schüler 1-3 hegten durchaus den Wunsch, ihr 4. Gruppenmitglied bestmöglich mit durchzuziehen.
Allein über die Wertigkeit von Einzelprojektaufgaben lässt sich vortrefflich streiten! Die Lehrkraft hat hierbei natürlich die besondere Rolle, auf Objektivität zu achten und ggf. zu hinterfragen:

  • Wie zeitaufwendig ist Aufgabe 1, 2, 3?
  • Wie schwierig ist sie intellektuell?
  • Wie schwierig ist sie machbar (digitale Arbeitsmittel? Beschaffung bei Experimenten?)?
  • etc

Die Leistung der einzelnen Arbeit einzuschätzen, folgt am Ende.

Nach getaner Projektarbeit und Präsentation bekommt jeder Schüler (m/w/d) für seine erledigen Aufgaben seine Punkte. Wieviele Punkte er von den jeweiligen Aufgaben/Bewertungskriterien erhält, unterliegt natürlich eher einer subjektiven Wahrnehmung und kann doch wieder zu Streit unter den Schülern führen.
Bei der Präsentations-Bewertung könnten z.B. solche subjektiven Kriterien versuchsweise zu objektiven werden:

  • Hat der Schüler (m/w/d) frei gesprochen oder abgelesen?
  • War der jeweilige Beitrag qualitativ hochwertig und interessant?
  • Wie wirkte das Team zusammen?
  • Wer leistete was und wieviel?
  • Wer lieferte Beiträge zum Erreichen des Gruppenzieles?
  • etc.

In diesem Fall wurden sich drei von vier Gruppenmitgliedern allerdings schnell einig. Die Punkte wurden so verteilt:

Erläuterung:

  • Schüler 1 hatte faktisch das Handout (über 4 Seiten) sowie Powerpoint-Präsentation erstellt und alles organisiert.
  • Schüler 2 war bei der Live-Präsentation die beste.
  • Schüler 3 hatte in stundenlanger Arbeit Zeichnungen und Skizzen erstellt.
  • Schüler 4 hatte nur drei Sätze geschrieben und war auch bei der Präsentation sehr zurückhaltend.

Bei den Textteilen hätte Schüler 4 eigentlich weniger Punkte erhalten müssen, aber wie gesagt: das Team wollte Alle mitziehen und Niemanden durchfallen lassen. Da laut Lehrkraft jedes Gruppenmitglied max 15 Punkte haben durfte, wurden am Ende in Gedanken nochmal Punkte übertragen und die Noten von den Schülern selbst wie folgt vergeben:

Abschließend hier noch eine detaillierte sowie ergänzte Variante der Team-ScoreCard:


 
 

Fernunterricht / Distanzlernen mit BNE-Thema üben.

Aktuell wird der digitale, medienpädagogische Workshop „Nachhaltige Smartphones, digital präsentiert“ von Media4Schools / sii-kids & -talents e.V. angeboten und durchgeführt. Darin erfassen die Teilnehmer das Thema “Nachhaltigkeit” sowie “digitales Lernen“ in vielen Facetten.
Durch den Bezug zu Smartphones werden globale Zusammenhänge mit der Lebenswelt der Schüler hergestellt und macht für sie das Verstehen der Thematik leichter. Außerdem üben wir hierbei digitalen Fernunterricht – das hilft bei der Vorbereitung auf eventuelle Corona-Quarantänen.

Vereinfacht ab Kl. 4; perfekt für Schüler ab der 7. Klasse,

Dieser Online-Kurs eignet sich inhaltlich für (Berufs-) Schüler / Jugendliche ab der 7. / 8. Klasse, insbesondere gut für Jahrgänge, in denen Projektarbeiten anstehen.
Ab Klasse 4 kann eine inhaltlich vereinfachte Form ermöglicht werden!
Inhaltlich geht es um Grundlagen über Nachhaltigkeit, Agenda 2030 und die 17 Nachhaltigkeitziele. Wir führen H5P-Online-Spiele durch und lernen, wie auf Media4Teens.de „Content“ entsteht und Teams digital zusammenarbeiten können. Jede Teilnehmergruppe gestaltet eine eigene Online-Präsentation auf der Website Media4Teens.de – der letzte Teil entfällt bei Schülern der Klasse 4-6.

Genutzt wird dafür der vereinseigene BigBlueButton-Server.

Dieser Online-Workshop kann dazu dienen, Fernlern- bzw. Hybrid-Unterricht zu üben – kostenFREI bis Mitte November. (Gefördert durch öffentliche Mittel des Offenen Kanals SH für Schul-/Jugendgruppen aus Schleswig-Holstein).

Zahlen & Fakten:

Veranstaltungs-Ort:  auf unserem Vereins-Webkonferenz-Server: https://bbb.media4schools.de/b/
Kosten: Keine, kostenfrei
Teilnehmerzahl: 7-24

Dauer: jeweils 2 x 2 Stunden je Gruppe (Klassen können auch in 2 Gruppen geteilt werden)
Wunsch-Termine bitte anfragen bei: Susanne Braun-Speck, s.braun-speck@sii-kids.de, Tel. 0172 – 4332277


Fasst vergessen: Unter den teilnehmenden Schülern verlosen wir 3 Software-Lizenzen für das Erweiterungspack „Nachhaltig leben…“ für das PC-Spiel SIMS4 (kennen die SuS > Link).

Berlin, 23.06.2020 (Presseinfo von RENN) – Um herausragendes und wirksames Engagement für eine Nachhaltige Entwicklung zu unterstützen, verleiht das RENN-Netzwerk in Kooperation mit dem „Rat für Nachhaltige Entwicklung“ (RNE) jedes Jahr die Auszeichnung „Projekt Nachhaltigkeit“. Eine Expertenjury hat jetzt entschieden, wer die diesjährigen 40 Preisträger*innen sind – der sii-Kids & talents e.V. gehört mit seinen digitalen BNE-Angeboten für Teens dazu.
Trotz einer Corona-bedingt verkürzten Bewerbungsphase wurden 372 Projekte eingereicht. Die Jury hat nun die besten zehn aus jeder RENN-Region ausgewählt. Die Gewinnerprojekte erhalten neben einer Förderung den Zugang zum bundesweiten RENN-Netzwerk und somit die Chance, neue Impulse zu erhalten und ihre Projekte sichtbarer zu machen.
Der Wettbewerb „Projekt Nachhaltigkeit“ fördert seit vielen Jahren Unternehmen, Initiativen und Projekte, die sich mit den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen befassen. Mehr als die Hälfte der Initiativen bewarb sich mit einem Fokus auf die Schwerpunktthemen „Nachhaltiger Konsum“ und „Kreative Kooperationen“. Weitere Schwerpunktthemen waren in diesem Jahr „Klimapositives Wirtschaften“ und „Nachhaltige Arbeitswelten“. Von lokalen Bürgerinitiativen über bundesweite Bildungsprojekte bis hin zu internationalen Entwicklungsprojekten – das Spektrum an Teilnehmenden zeigt, wie vielseitig die unterschiedlichen Themenbereiche im „Projekt Nachhaltigkeit“ verankert sind.
Die Gewinnerprojekte werden jeweils mit 1.000 EUR bedacht, um ihre Arbeit weiter voranzutreiben zu können.
Von den insgesamt 40 Preisträgern (m/w/d) gehören 10 zur Region RENN.nord  (HH, SH, MVP, NS, HB); dabei 2 aus SH, 1 davon sind wir :-)

  • weserholz, Käpt’n Kurt e.V., Bremen
  • CREACTIV für Klimagerechtigkeit, Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH, Hamburg
  • Grünes Kino, Grünes Kino, Hamburg
  • TUTAKA | Plattform für nachhaltiges Gastgebertum, TUTAKA GmbH, Hamburg
  • Plastikfreie Stadt, Plastikfreie Stadt, Mecklenburg-Vorpommern
  • Kita 2030 Nachhaltigkeiter-leben – Zukunft gestalten, Naturschule in natura Maika Hoffmann & Dr. Anja
  • Kofahl PartG, Mecklenburg-Vorpommern
  • Lust auf Zukunft!, Netzwerk öko, fair & mehr Region Hildesheim, Niedersachsen
  • Nachhaltige Resonanzräume in der Lebensmittelindustrie, Leuphana Universität Lüneburg –
    Arbeitseinheit Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Niedersachsen
  • Media4Teens – digitale Bildung mit Nachhaltigkeitsthemen, sii-kids & -talents e.V., Schleswig-Holstein
  • Nachhaltig erzählen, Büchereizentrale Schleswig-Holstein, Schleswig-Holstein

Eine Liste mit allen Gewinnern ist hier zu finden: www.projektnachhaltigkeit.renn-netzwerk.de
Seit der Bewerbung für den Preis hat sich bei uns Einiges getan. Siehe Themenseite: BNEdigital

PS: Das ist der 2. Preis für unseren Verein in 2020 – den 1. Preis des Jahres gewann unsere Online-Schülerzeitung erkant.de, siehe Blogbeitrag dazu:

Alle Fortbildungen sind online, als Webinare, geplant! Zum Anmelden bitte dem Link zu Formix (IQSH) folgen.

Formix-Nr. Titel Termin
PRV0088 Media4Schools – 1: Digitale Projekte günstig planen – egal ob Lernportal, Schülerzeitung, Wiki oder Website. 09.09.2020
PRV0089 Media4Schools – 2: Einführung „Online-Schul- oder Schülerzeitung entwickeln“ & Medien-Recht 30.09.2020
PRV0090  Media4Schools – 3: Praxisarbeit mit WordPress. Online-Texte & digitale Medien fürs Internet suchmaschinen- & social-media-konform gestalten. 21.10.2020
PRV0092 Media4Schools – 5: Online-Marketing & soziale Medien für Schulen nutzbar machen 11.11.2020
PRV0104 Homeschooling – Online-Konferenzen mit Schülern u/o Kollegen führen Abruf-VA
PRV0108 Media4Schools: Online-Schülerzeitungen entwickeln & betreuen – so geht es! Abruf-VA

Corona-bedingtes Homeschooling und Distanzlernen sind für alle Beteiligten eine Herausforderung – für Lehrkräfte, Schüler (m/w/d) und deren Eltern. Das auf menschlicher, organisatorischer sowie auf technischer Ebene. Um dabei ein wenig helfen zu können, hat der Verein sii-kids & -talents e.V. über sein Projekt Media4Schools.de Lösungen entwickelt.

Dazu gehören Online-Kurse zum Thema „virtuelle Klassenzimmer“ und Technik-Angebote, mit der Online-Konferenzen über BigBlueButton möglich sind.

Der Online-Kurs bzw. das Webinar kann von Lehrkräften, Schüler- und Elternvertretern aus Schleswig-Holstein über das IQSH wahrgenommen werden (siehe Formix: PRV0104 und PRV0106). Dabei geht es um die Durchführung von Online-Konferenzen mit dem Tool BigBlueButton (kurz: BBB), welches als “Online-Klassenzimmer mit Whiteboard und vielem mehr” ein wichtiger Baustein beim #Homeschooling bzw. #Distance-, #Blended- und #e-Learning ist.

BigBlueButton wird seit 2007 als Webkonferenztool für die Bildungsbranche entwickelt.

Es wird bei #Iserv (Quelle) sowie #Moodle (Quelle) verwendet und ist vergleichbar mit ZOOM, Jitsi & Adobe Connect, aber ist teilweise einfacher, funktionaler, günstiger & datenschutzkonform!
So ein Webkonferenztool dient als Distanz-überbrückendes Kommunikations-Tool unter Kollegen, mit Schülern, etc. (z.B. vom Homeoffice aus oder von unterwegs übers Smartphone); macht es Lehrkräften leichter, Schüler beim Homeschooling, ggf. auch einzeln oder in Projektteams, zu unterstützen; es unterstützt die Kollaboration von Teams; kann fürs Aufnehmen & Speichern von Erklärvideos genutzt werden, etc. Auf einem BBB-Server können bis zu 100 Konferenzteilnehmer ZEITgleich teilnehmen.
Dass das BBB-Online-Konferenztool den Datenschutzrichtlinien entspricht, wurde dem Vereinsvorstand vom Datenschutzbeauftragten für Schulen des Bildungsministerium in Schleswig-Holstein bestätigt.

Ein gutes und faires Angebot in Zeiten von Corona!

Zunächst stellt der Verein den eignen BBB-Server Schulen für erste Testzwecke zur Verfügung. Der Moderator müsste sich jeweils registrieren und freigegeben werden. Link: https://okz.media4teens.de/b/
Das Vertrags-Angebot (download) des Providers enthält 0,00  Einrichtungskosten – die Installation ist also kostenfrei; monatlich wären es knapp 44,- oder 53,- € (entweder mit oder ohne Speicher für Videos) und sogar Support und 24/7 Monitoring sind inklusive. Das detaillierte Komplettangebot mit AVV-Vertrag kann bei S.Braun-Speck@sii-kids.de angefordert werden.

Bei Vertragsabschluss gibt es 10% auf den Monatspreis, wenn folgender Rabattcode verwendet wird: K49590


Workshops für Lehrkräfte, Schüler- und Elternvertreter:

Informationen zu den dazu passenden Online-Kursen stehen im Event-Kalender des Vereins. Titel eins ist: „Homeschooling – Online-Konferenzen mit Schülern u/o Kollegen führen„. Kurs-Titel zwei lautet: „Homeschooling – digitale Lerngruppen fürs #Distancelearning organisieren“. Obwohl diese Angebote erst am Freitag feinkonzipiert und online gestellt worden sind, sind die ersten beiden Termine bereits so gut wie ausgebucht! Es sind aber bereits zwei Folgetermine geplant …

Fragen beantwortet Susanne Braun-Speck gerne. E-Mail: s.braun-speck@sii-kids.de

Achtung: Diesen Beitrag haben wir von unserem Vereins-Förderprojekt, der Online-Schülerzeitung erkant.de, kopiert:
Was für ein Wochenende war das? Das vom 21. & 22. März? Eins voller Arbeit, toller Ideen und Inspirationen! Ausgehend von der Website wirvsvirushackathon.org  fand online, auf DevPost und Slack, der #WirVsVirus-Hackathon der Bundesregierung statt, woran 27.000 Menschen aus Deutschland aktiv teilnahmen. Dabei wurde unfassbar viel bewegt und höchst spannende Projekte zur Lösung verschiedenster Corona-Probleme entwickelt!

Im Live-Stream auf Youtube gab es gerade (30.3.20 um 20.20 Uhr) eine Diskussion und Beschwerden darüber, dass kein einziges Projekt im Bereich Digitaler Bildung / e-Learning dabei ist.

Das, obwohl es in Deutschland 8,3 Millionen Schüler (an allgemeinbildenden Schulen) plus 773.280 Lehrer gibt, die direkt betroffen sind. Argument: Es gibt schon genug Angebote am Markt. Hackathon-Bildungsprojekte sind (auf DevPost) zum Beispiel: Online Abiverwaltung, Bananasplit, Roomie und viele mehr. Insgesamt: 76 Stück.
In die Top 191-Liste (von 1.500 Projekten) des Auswahlgremiums haben es aber einige Bildungs-Projekte geschafft! Dabei ist auch das Projekt des sii-kids & -talents e.V., der auch erkant.de unterstützt und Media4Teens & Schools betreibt. Das Video (siehe Projekt Nr. 157 auf Youtube) ist eigentlich nur ein Bilderslider und kein Erklärvideo. Aber natürlich kam es auf den Inhalt an – und der steht hier: Media4Teens & -Schools: so wird Bildung DIGITALgenial | Devpost


So war es und das kommt:
Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramts und Schirmherr des Hackathons, sagte es:

Das war der größte Hackathon Allerzeiten!

  • 7 gemeinnützige Institutionen organisierten ihn
  • es gab 42.968 Anmeldungen
  • 27.000 aktive Nutzer:innen auf der Plattform Slack
  • 2922 Mentor:innen
  • 1900 Pat:innen für Herausforderungen
  • 13.000 Profile bei DevPost
  • 1.500 eingereichte Projekte
  • davon 100 Projekte aus den Ministerien

Und: bisher gibt es 464.866 Slacknachrichten – weiter wachsend …
„Hackathon“ ist eine Wortschöpfung aus „Hack“ und „Marathon“ und bezeichnet eine Soft- und Hardware-Entwicklungs-Veranstaltung, bei der kollaborativ zusammengearbeitet wird. Kollaborativ heißt, das Menschen oder Menschengruppen gemeinsam und zusammen arbeiten. Die Leute, die daran teilnehmen, kennen sich häufig vorher nicht und müssen sich online, in diesem Fall auf Slack, erst zusammenfinden. Außerdem können sie sich überall und nirgends befinden, das heißt an vielen verschiedenen Orten. Sie treffen sich nur online. Diskutiert und sich ausgetauscht wurde beim #WirVisVirus auf Slack. Das ist sowas wie eine Web-App zur Team-Kommunikation und eine Plattform für Zusammenarbeit.

Aufgabe des Hackathons #WirVsVirus: Lösungen für die Corona-Krise zu finden.

Ziel ist es, während eines Hackathons, gemeinsam nützliche, kreative oder auch unterhaltsame digitale Lösungen für gegebene Probleme zu finden. Bei diesem ging es um Lösungen, die durch die Corona-Krise entstanden sind oder noch entstehen können. Mit den Ergebnissen soll vielen Menschen Hoffnung gegeben werden und konkrete Lösungen für die gesellschaftlichen Herausforderungen in Zeiten der Corona-Krise auf den Weg gebracht werden.
Die erKant-Redaktion nahm an der heutigen Online-Pressekonferenz teil.

In dieser sagte Dorothee Bähr, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung:

„Die Bundesregierung unterstützt Projekte, als Pate und wird bei der Umsetzung von Projekten helfen. Es wird praktische und organisatorische, sowie finanzielle Unterstützung durch das Bundeskanzleramt und diverse Ministerien geben. Es gibt bereits ein Umsetzungprogramm für die nächsten Monate. Außerdem sind wir bereits mit der EU im Gespräch, damit Projekte über die Grenzen von Deutschland hinaus wirken können.
Dieser Hackathon ist ein Vorzeigeprojekt! Lösungen sollen nun schnell in die Fläche gelangen. Die Bundesregierung möchte zum Beispiel Lösungen für schnellere Antragstellung von finanziellen Hilfen, solche die Schutz vor Gewalt liefern oder die Organisation von medizinischen Ressourcen verbessern, unterstützen.“
Sandy Jahn von der Organisation berichtete:
„Es gab 850 Rückmeldungen zu unserer Umfrage zum Hackthon. 79% der Teilnehmer würden wieder einen mitmachen und Freunden empfehlen. Schöne Aussagen waren z.B. „Das war eine Sternstunde der Demokratie“ und: „Was für eine Tsunami an Ideen!“ Obwohl beim Hackerthon viele Programmierer teilnahmen, was es keine Männerveranstaltung. 36% identifizieren sich als Weiblich; 42% der Mentoren waren Frauen. Grundsätzlich entstanden sehr heterogene und interdisziplinäre Teams, deren Teilnehmer nur zu 42% aus der Internet- & Digitalisierungs-Branche kamen; ansonsten aus allen möglichen Berufsbereichen. Das war mein Woodstock 4.“!“

Nach dem Hackathon-Wochenende wurden alle 1.500 Projekte gesichtet und bewertet.

Es gab ein Auswahlgremium von 600 Experten, die sich jeweils mindestens 10 Projekte ansahen und beurteilten. Jedes Projekt wurde von 5 verschiedenen Experten bewertet; das nach 5 Hauptkriterien:

  • gesellschaftlicher Mehrwert
  • Innovationsgrad
  • Skalierbarkeit
  • Fortschritt
  • Verständlichkeit

Durch diesen Auswahlprozess sind circa 10 % der Projekte als besonders gut bewertet worden; das aus allen 48 Handlungsfeldern / Kategorien (siehe Bilddatei).

00 sind bei der Jury in engere Wahl gekommen und werden am Abend, um 19 Uhr, live auf Youtube vorgestellt.

Infolge bekommen 100 bis 150 Projekte umfangreiche Unterstützung, um ihre Projekte realisieren zu können. Dazu gibt es ein Umsetzungsprogramm, wodurch die ausgewählte Projekte schnell und nachhaltig für die Menschen nutzbar gemacht werden sollen. Es besteht aus 4 Elementen beziehungsweise Bausteinen:

  1. Solution Enabler (Lösungshelfer)
  2. Solution Builder (Lösungsmacher)
  3. Community-Management (Austausch der Beteiligten, Unterstützer, etc)
  4. Matching-Fonds (eine Form der Finanzierung)

Mit dem Baustein „Solution Enabler“ werden 100 bis 150 Projekte unterstützt. Dabei gibt es zwei große Ziele: 1. Schnell, in Hochgeschwindigkeit, sollen Projekte getestet und marktreif werden. 2. Ziel: Die Lösungen der Akteure sollen auf den Markt gebracht werden, um all den Menschen während der Corona-Krise zu helfen.Dafür gibt es programmatische Begleitung, enge Zusammenarbeit, wöchentliche Sprints; Teams mit ähnlichen Projekten werden zusammengeführt; es wird Themen-Cluster geben, unterstützt von Paten. Expertise dafür liefern über 1.000 Experten aus dem Kreis der Mentoren. Außerdem gibt es bedarfsgerechte Unterstützung durch ProBono-Leistungen; Unterstützung beim Ausrollen & der Implementierung; finanzielle Unterstützung soll es auch geben.
2. Baustein „Solution Builder“ wird Projekte mit Dringlichkeit schnellstens möglich machen, Hands-On-Unterstützung liefern – das sogar Fulltime 24/7. Für den 3. Baustein: „Community Management“ wird ein Team zusammengestellt, um das Hosting des Slack-Kanals weiter zu betreiben und allgemein die Community auszubauen.

Für die Projekt-Realisierungen werden 3-4 Millionen Euro zusammenkommen müssen!

Das Team des 4. Bausteins „Matching-Fonds“ wird eine Finanzierung aufbauen und eine Crowdfunding-Kampagne aufsetzen. Damit wird am Freitag gestartet. Für die Finanzierung von Projekten soll eine starke Allianz aufgestellt werden. Dazu gehört die Bundesregierung, zeitgleich wird es Mittel von Stiftungen, etc geben. Die Vodafone- sowie die BMW-Stiftung haben schon zugesagt. Das Bewerbungsverfahren dafür beginnt nächste Woche.
Die Ergebnisse und Rechte an den Projekten sollen OpenSource sein, niemanden gehören und der Öffentlichkeit nutzen. Dies schnell und effektiv.


Zu den 20 Gewinner-Projekten gehören zum Beispiel:

IRIS, DeaLog, Colivery, SicherTest, digitales Wartezimmer, Print4Live (aus Lübeck), RemedyMatch, Jay, OpenLogistics, Wir bleiben Zuhause und weitere.
 
 

Bitte beachtet: Dies ist nur ein kleiner Auszug aus dem Gesamtkonzept „Media4 Teens & Schools“ und war eigentlich nicht als Einzelprojekt für den Hackerthon #WirVsVirus gedacht. Im Gesamtkonzept ist das nur ein kleiner Punkt, der nicht wirklich auffällt … Aber: Diese super schnelle SOFORT-Maßnahme, kann auch eine dauerhafte Lösung sein (sogar eine sehr gute) und sollte wahrgenommen werden, denn: sie kann wirklich ALLEN Schulen sofort helfen. Deshalb ist jetzt doch ein eigenes Projekt geworden:

Quick Solutions 4 Schools:

Lernmaterial auf Schulwebsites + integriertes Online-Klassenzimmer: Viele Schulen haben eine Website auf Basis eines CMS. Dort kann SOFORT ein kleines Lernportal entstehen … angereichert mit H5P-Lernspielen.
Dieses Konzept enthält zwei Bausteine aus unserem Gesamt-Konzept:

  1. ein Online-Klassenzimmer mit Whiteboard-Funktion (je Schule oder Schulträger eins)
  2. Lernmaterial auf den Websites der Schulen bereitstellen

Während der Schulschließungen durch die Corona-Krise haben Schulen zwei Kernprobleme:

  1. Wie kann Unterricht stattfinden, ggf. digital? Insbesondere für Abschlussjahrgänge?
  2. Wie und wo können Lernmaterial und Aufgaben online bereitgestellt werden?

Ist-Situation:
Einige Schulen nutzen digitale Angebote ihrer Bildungsministerien, andere sowas wie iSERV. Auch gibt es Cloudlösungen von Drittanbietern, die zum Speichern und Bereitstellen von Daten genutzt werden. Zudem: Um online Unterrichten zu können, nutzen einige Online-Meeting- bzw. Konferenz-Portale – teure, Lizenzpflichtige oder kostenfreie auf ausländischen Servern.
Aber:

  • Warum sollen Daten auf den Servern von Dritten abgelegt werden?
  • Warum Datenschutzprobleme provoziert
  • und viel Geld für Lizenzen ausgegeben werden?

Wenn all das auf der eigenen Schul-Website gemacht werden kann???


Um eine schnelle, günstige Lösung zu liefern, haben wir während des Hackthons unter dem Namen
„Quick Solutions 4 Schools“ Anleitungen in Text- und Video-Format für Schulen erstellt, in dem sie gezeigt bekommen, wie sie auf ihrer Schul-Homepage Lern-Materialien bereitstellen und wie sie ein eigenes Online-Klassenzimmer bekommen können – ähnlich wie Zoom (welches aber nicht wirklich datenschutzkonform ist).

Gut zu wissen: Sehr, sehr viele Schul-Websites sind mit dem CMS (Content-Management-System) „WordPress“ entwickelt worden. Andere mit Joomla, wenige auch mit Typo3, etc.

Das bedeutet: All diese Schulwebsites können mit der Zeit zu richtigen eigenen Learning-Management-System werden!


Für die Bewältigung der Corona-Krise kann zunächst der einfachste und schnellste Weg genutzt werden, der heißt: Quick Solutions 4 Schools mit den zwei Bausteinen:

1.) Online-Klassenzimmer:

Vereins-Mitglied Pascal Ehlig hat in der 1. Nacht des Hackathons einen Testserver mit so einem digitalen Klassenzimmer mit Whiteboard-Funktion, etc. aufgesetzt. So eins sollte jede Schule dezentral für sich bekommen können. Der Aufwand ist nicht groß. Grundlegend handelt es sich dabei um eine OpenSource-Anwendung (BigBlueButton), die nur jeweils 1x installiert (und auf Dauer: gewartet) werden muss.

zu 2.) Lernmaterial auf Schul-Websites bereitstellen

In den folgenden Beiträgen und Lern-Videos hat Vereinsvorsitzende Susanne gezeigt, wie jede Schule die eigene WordPress-Website für oben genannte Herausforderungen nutzbar machen kann. Was vermutlich Vielen viel leichter fällt, als zunächst gedacht …
Lerninhalte können übrigens mit H5P-Aufgaben angereichert werden (Beispiele, siehe hier: https://media4schools.de/category/3_anwendungen-technik/h5p-lern-spiele/)
Bitte beachten: Diese Anleitung gilt nur für Schul-Websites, die mit WordPress entwickelt worden sind (was sicherlich 80% sind …). Aber andere Webdesigner könnten solche Anleitungen innerhalb kürzester Zeit auch für andere CMS entwickeln!


Es ist nicht bekannt, ob die Schul-Website mit WordPress oder nicht entwickelt worden ist?
Finde es heraus: Öffne die Website im Browser, klicke mit der rechten Maustaste irgendwo ins Leere. Es öffnet sich ein grauer Kasten, wähle dort „Seitenquelltext anzeigen“ – suche in diesem Quellcode nach dem Wort „WordPress“. Kommt es vor, ist das eine WordPress-Website.


Wichtiger Hinweis bzgl. Schüler-E-Mails:
Aktuell gehen viele Schüler (m/w/d) davon aus, dass sie KEINE E-Mail-Adresse haben. Das stimmt so nicht … Diese wissen es nur nicht! Jeder Mensch, der ein Android-Smartphone hat, hat bei der Einrichtung seines Handys ein Google-Konto angelegt. Dazu gehört IMMER eine GMail, die auf dem jeweiligen Handy eingerichtet ist. D.h. Schüler können sehr wohl jederzeit E-Mails von ihren Lehrkräften empfangen.
> Bitten Sie ggf. die Eltern darum, ihren Kindern dabei zu helfen, das GMail-Konto auf ihrem Smartphone wiederzufinden und nutzen zu lernen.


Es gibt drei Zielgruppen & Tätigkeits-Bereiche, für die ich im folgenden Beiträge und Videos verfasst habe:

  1. Website-Administratoren, die die Vorbereitungen auf der jeweiligen Website treffen müssen.
  2. ALLE Lehrkräfte, die Lernmaterial digital zur Verfügung stellen möchten/müssen
  3. Schüler, die diese nutzen sollen

Link: Alle Anleitungen mit Text und Video stehen hier (Link)


Unser Gesamtkonzept steht im DEVpost: https://devpost.com/software/media4teens-schools-so-wird-lehren-lernen-digitalgenial