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Wo kommt mein Smartphone eigentlich her?

Ein kurzer Weg bis zum nächsten Händler oder eine schnelle Bestellung übers Internet und schon gelangen wir an ein Smartphone unserer Wahl. Doch ist der Weg eigentlich echt so kurz, oder steckt da viel mehr hinter? Wo kommt mein Smartphone denn wirklich her?

Eigentlich fängt alles in der Markenfirma an. Diese entwickelt Ideen für ihr neues Smartphone. Jenes findet in Ländern wie der USA oder Südkorea statt. Die vollendeten Ideen gehen dann zur Produktion, in Ländern wie China. Sie setzen einzelne Komponenten zu einem funktionierendem Smartphone zusammen. Auch hinter diesen Komponenten steckt eine lange Reise. Durch Rohstoffabbau in Ländern wie Chile und Kongo werden Rohstoffe gewonnen.

Das Touchscreen besteht aus Indium, welches aus Peru gewonnen werden kann. Das Lithium für das Akku findet man in Ländern wie Chile oder Bolivien. Aus Südafrika wird das Gold für die SIM-Karte importiert. Für den Vibrationsalarm, die Kondensatoren und Kontakte werden aber auch Stoffe wie Kupfer, Wolfram und auch Zinn gebraucht, welche ihren Ursprung in Ländern wie zum Beispiel Kolumbien oder Indonesien finden.

Die Rohstoffe werden nach China, Vietnam oder auch nach Indien geschickt, um dort zu Komponenten verarbeitet zu werden.Das sind dann die Komponenten, die in China – wie vorher erwähnt – zur Produktion freigegeben werden.

Fertige Smartphones werden zur Nutzung nach Deutschland, Irland und an weitere Länder verkauft. Sie haben eine durchschnittliche Nutzungsdauer von etwa 18 Monaten. Danach müssen sie verschrottet werden. Dieses kann auf zwei Wegen geschehen: Entweder sie werden lokal und somit legal verschrottet, oder illegal in Länder wie Indien transportiert.

Hinter fast jedem unserer Smartphones steckt solch eine lange Reise. Die Bedingungen für solch eine teure Reise sehen dabei nicht wirklich gut aus und von Menschenrechtsverletzungen ist dabei leider auch oft die Rede. Meistes sprechen wir von einigen Metern bis zum Händler. Hinter dem Smartphone stecken aber Tausende.

Wie die Reise ungefähr aussieht, lässt sich auf dieser Karte sehen:

Um eine genauere Grafik mit der Reise und ihren ganzen Stationen sehen zu können, kann der unten angegebene Link abgerufen werden.

https://media4teens.de/wp-content/uploads/2019/08/sdg-smartphone_worldmap_smartphonereise.pdf

1. Die Bauteile des Shiftphones:

2. Plastikanteil in Bauteilen

Lautsprecher Ja
Kameras Ja
Antenne Ja
Schrauben Nein
Akku Ja
Display Ja
Mainboard Ja
Sim-port, SD-port Nein
Ladeanschluss Ja
Mikrofon Ja
Gehäuse Ja

3. Was macht Shift besser?

Shiftphone ist nachhaltiger, da man einzelne Teile selbst, dank Modularität austauschen kann. So muss man nicht das ganze Handy ersetzen nur weil eine Komponente wie z.B. die Kamera kaputt ist. Dadurch werden weniger Ressourcen und Energie verbraucht. Ein weiterer Vorteil des Shiftphone ist die Transparenz der Herstellung und Lieferwege. So kann der Käufer de Nachhaltigkeit des Smartphones einsehen.  Außerdem etabliert die Firma ein ringförmige Produktionskreislauf d.h. dass alte Shiftphones von Shift selbst recycelt werden und die Einzelteile so besser wiederverwendet werden können.

4. Wie schadet Plastik der Umwelt?

Plastik hat ein lange Halbwertzeit. So dauert es lange bis es zersetzt wird. Wenn man Plastik nicht auf Müllhalden speichert, wird es verbrannt, wobei giftige Gase freigesetzt werden, welche schlecht für die Umwelt sind. Oft wird Plastik auch einfach ins Meer geschüttet und schadet so allen Lebewesen, da es langsam in alle Teile der Nahrungskette gelangt. Sogar uns Menschen!

Woher kommen die Bestandteile unserer Smartphones ?

Der Großteil von Zinn wird aus China (35%), Indonesien (18%)  und Myanmar (12%) gewonnen. Bei Smartphones wird Zinn als Lötzinn und als feste, stromleitende Verbindung verwendet. Tantal kommt aus dem Kongo und befindet sich in den Kondensatoren, weil es eine hohe elektrische Kapazität hat. Und so weiter.

Du willst mehr erfahren? Dann schau unser Video an:

 

 

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Jährlich werden 8.7 Millionen Tonnen Elektroschrott in der EU produziert. Jedoch werden nur 2.1 Millionen Tonnen recycelt.

INHALT

  • Wo landet der Elektroschrott häufig?
  • Was passiert mit diesen Rohstoffen, die darin verbaut sind? Sind die wertvoll, giftig und/oder normaler “Schrott”?
  • Können die nicht wiederverwendet werden? Wie sieht es mit Recycling von Elektroschrott aus?
  • Was hat all das mit Kinderarbeit zu tun?
  • Was bedeutet Elektroschrott für die Umwelt

1. Wohin damit?

Der Großteil des Elektroschrotts weltweit landet in Afrika. Vor allem in Ghana. Neben der Hauptstadt Accra liegt eine der größten Schrott-Müllhalden. (weltweit landen ca. 20-50 mio. t jährlich im Müll)

2. Was passiert damit?

Wertvolle Rohstoffe sind: Gold, Silber, Coltan, Kupfer. Es wird auch Eisen und Aluminium gefunden. Sie werden aus den Geräten durch Kinder gewonnen und wiederverwendet/ verkauft

3. Wiederverwenden? Recyclen?

Wiederverwendet werden kaputte Geräte vor allem deshalb nicht, weil  die Reperatur teuer und die Produkte veraltet sind.

Beim „Recycling“ geht es um das Zerteilen des Schrotts. Dabei werden allerdings nur die wenigen wertvollen Stoffe entwendet. der Großteil wird verbrannt und giftige Gase werden freigesetzt. Jugendliche und Kinder übernehmen diesen Job und sind den Gasen ausgesetzt. Sie verkaufen die Edelmetalle für wenig Geld an Händler. Diese verkaufen die stark angefragten Produkte an Großhändler und die Stoffe landen wieder in den Industriestaaten.

4. Rolle von Kinderarbeit bei Elektroschrott

Viele Kinder arbeiten auf Mülldeponien in Westafrika. Allein 30.000 in Ghana und Nigeria. Mit 11 Jahren sammeln und bauen sie schon Elektroschrott auseinander, doch schon mit fünf Jahren werden sie für leichte Arbeit, wie das Sortieren beschäftigt. Dabei gibt es viele Risiken, die zum Beispiel durch die Verbrennung von Plastikverpackungen oder Kabeln entstehen und gesundheitsgefährdend sind. In den betroffenen Ländern haben die meist jungen Arbeiter meist unzureichende Kenntnis über die Gefahren und keinen Zugang zu medizinischer Versorgung und Sozialleistungen.

5. Bedeutung für die Umwelt

Die beinhalteten Stoffe, Quecksilber, Blei, Cadmium, Arsen, Beryllium, bromierte Flammenhemmer, verursachen Krebs, Fortpflanzungs- und Endokrine Störungen.

Dazu gelangen die Gifte in die Nahrungskette, wenn sie nahe an Flüssen oder Gemüsefeldern liegen und von Tieren gefressen werden. Allgemein vergiften sie Böden und Luft.