Das Problem von Elektroschrott

Unter Elektroschrott versteht man Elektro- und Elektronikgeräte oder deren Bauteile, die nicht mehr verwendet werden, da sie entweder ihre vorgesehene Aufgabe nicht mehr erfüllen oder durch bessere Geräte ersetzt wurden.

Wo landet der Elektroschrott häufig?

Bei uns in Deutschland wandern viele elektrische Geräte erst mal auf dem Speermüll. Kleingeräte wie Rasierapparate, Handys und Energiesparlampen erstmal in die graue Tonne – oder werden einfach Zuhause gehortet. Rund 72 Millionen ausgediente Mobilfunktelefone schlummern in deutschen Schubladen. Das teilte der Branchenverband „Bitkom“ Ende 2010 mit. Mittlerweile dürfte dieser Berg aus Telefonen noch ein wenig größer geworden sein – und kostbarer.

Zum Beispiel in Ghanas Hauptstadt „Accra“ – dort liegt eine der größten Elektroschrott-Müllkippen Afrikas. Hier verbrennen Kinder und Jugendliche ausgediente Altgeräte aus Europa, um an verwertbares Metall zu kommen. Sie verdienen damit etwas Geld, doch bezahlen dafür mit ihrer Gesundheit!

E-Schrott ist ergiebiger als eine Goldmine!

Handys enthalten Gold, Silber und Kupfer sowie eine ganze Reihe äußerst seltener Metalle wie zum Beispiel Neodym, Palladium und Tantal. Wichtige Rohstoffe, die sich zum größten Teil wiedergewinnen lassen. Und das nicht zu knapp: Eine Tonne alter Handys bringt etwa 250 Gramm Gold auf die Waage. Zum Vergleich: Eine Tonne Erzgestein einer sehr ergiebigen Goldmine kommt gerade mal auf 5 Gramm.

Allein das Gold der 72 Millionen deutschen Schubladenhandys hat einen aktuellen Marktwert von rund 75 Millionen Euro.

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