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China ist der größte Elektroautomarkt der Welt – doch dort gingen die Verkaufszahlen nun um rund 33 Prozent zurück. Wasserstoffautos dürfte es bald ähnlich ergehen.

Dieser Einbruch trifft reine Elektrohersteller besonders hart, denn China ist der größte Markt für batterieelektrische Fahrzeuge, so wurden in der Volksrepublik laut CAAM (Definition) in den ersten neun Monaten des Jahres rund 717.000 E-Autos produziert.

Der zurückliegende E-Auto-Boom war allerdings stark subventionsgetrieben und steigerte die Anzahl verkaufter Fahrzeuge von rund 10.000 im Jahr 2009 auf über 1,26 Millionen im Jahr 2018. Allein 2017 förderte die chinesische Regierung die Hersteller von E-Autos mit rund 3,1 Milliarden US-Dollar.

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Regierung will bessere Qualität

Durch die hohen Subventionen stieg vor allem die Produktion billiger und wenig hochwertiger E-Autos – bis die Regierung im März dieses Jahres beschloss, nur noch Autos mit einer Reichweite von mindestens 250 Kilometern zu subventionieren. Für E-Autos mit Reichweiten von mehr als 400 Kilometern wurden die Zuschüsse halbiert. Ende 2020 fallen sie dann komplett weg.

Damit dränge die Regierung die Hersteller, Autos von besserer Qualität anzubieten , erklärte der Analyst Yale Zhang gegenüber der „Financial Times„. Damit dürfte die Regierung einen Konsolidierungsprozess angestoßen haben, der kleinere Hersteller in die Pleite treiben könnte. So machte das Start-up Nio, einst als Chinas Tesla gehandelt, im zweiten Quartal des Jahres 479 Millionen US-Dollar Verlust – ein Anstieg um mehr als 25 Prozent gegenüber dem vorigen Quartal.

Brennstoffzellen

Für Brennstoffzellenautos, die mit Wasserstoff betrieben werden, fallen die Subventionen ab 2021 ebenfalls weg, wie das chinesische Finanzministerium nun bekannt gab. Experten waren bislang davon ausgegangen, dass die Wasserstoffautos nicht von den Kürzungen betroffen seien. Trotz der finanziellen Unterstützung habe Chinas Brennstoffzellenindustrie keine Durchbrüche erzielt, begründete das Ministerium den Schritt.