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Durch die Corona-Krise ist klar geworden: digitale Bildung ist ein Muss. Der Rückstand im deutschen Schulsystem hat Lehrkräfte und Schüler (mit Eltern) in den letzten Monaten hat getroffen – was niemals wieder passieren soll. Um kurzfristige sowie langfristige Lösungen zu finden, um Schule neu zu denken, findet ein Online-Event nach dem Nächsten statt. Es gab zwei Hackathons; am Freitag findet der Digitaltag2020 statt und am Samstag das Barcamp „Digitalitaet20(.de)“. Der sii-kids & -talents e.V. / Media4Schools ist fast überall aktiv dabei (gewesen).

Der Digitaltag2020 startet am 19.6. um 9 Uhr.

Veranstalter ist die Initiative „Digital für alle“ – Mehr als 25 Partner haben sich zu einem breiten gesellschaftlichen Bündnis zusammengeschlossen, um deutschlandweit einen jährlichen Aktionstag zu digitalen Themen durchzuführen und digitale Teilhabe für alle zu fördern, heißt es auf der Website dazu. Es gibt ein Programm mit 1.400 digitalen Angeboten, woran Jung und Alt, Klein und Groß, teilnehmen können. Dabei wird zunächst ein Preis für digitales Miteinander vergeben. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfängt die Preisträger virtuell in Schloss Bellevue. Der Live-Stream wird ab 10 Uhr auf digitaltag.eu übertragen.
Ein Angebot von sii-kids & -talents / media4schools wird es dort nicht geben, da Vorstand Susanne Braun-Speck zu spät davon Kenntnis erhielt. Aber am Samstag ist sie mitten im Geschehen:


Das Online-Barcamp „Digitalitaet20(.de) findet am 20.6., ab 10 Uhr, statt.

Veranstalter ist das Bundeskanzleramt in Verantwortung der Beauftragten der Bundesregierung für Digitales: Dorothee Bär. Sie sagte einleitend dazu (Quelle: digitalitaet20.de):

„Noch nie waren die Chancen für den Neubeginn von Schule so groß. Das Thema hat bei Bund und Ländern Priorität. Jetzt gilt es, im Barcamp eine gemeinsame Vision für die Schule von morgen zu schaffen. Sei dabei, wenn Schulgeschichte geschrieben werden kann!“

Dorothee Bär
#Schuleneudenken ist ein Auftrag, der alle angeht. Es geht dabei um das Lernen in einer Kultur der Digitalität. Wie die Schule der Zukunft aussehen kann, wurde und wird durch mehr als 100 Impulse beim Online-Barcamp „Digitalität2020“ angestoßen. Währenddessen wird es 4 Stunden geben, in denen jeweils 8 Sessions stattfinden. In jeder Session werden mehrere der Impulse kurz vorgestellt und dann mit namhaften Vertretern aus Schule, Wissenschaft und Wirtschaft diskutiert.

Auch Susanne Braun-Speck von Media4Schools / sii-kids & -talents e.V. ist aktiv dabei!

Ab 13:00 Uhr, im Sessionblock 2.8, wird sie ihren Impuls zu „Wie können Schulen für das 21. Jahrhundert entwickelt werden?“ beitragen. Der Titel ihres Impulses lautet: Digitalisierungs-Manager für Schulen?
Die Idee, Rohkonzept und Berufsprofil dazu hat sie bereits 2018 entwickelt (siehe Blogbeitrag) – lange vor der Coronakrise und der damit verbundenen Not der Schulbeteiligten. Vor zwei Jahren hörten sich die Entscheider in Schleswig-Holstein diese Idee nicht ernsthaft an; ein Jahr später, 2019, wurde das in Kiel diskutiert und Lehrkräfte wünschten sich bereits genau solche Fachleute, um selbst entlastet zu werden (siehe Interview dazu). Aber …
Aber erst jetzt, 2020, hat Susanne Braun-Speck endlich die Möglichkeit, diese Idee an entscheidender Stelle zur Diskussion zu stellen. Dass sie jetzt Impulsgeber für das Barcamp wurde, entstand übrigens durch den Beitrag von Dorothee Bär beim Hackathon-Abschluss am Freitag. Darin sagte die Staatsministerin, vielleicht müsse es doch so etwas wie Digitalisierungs-Beauftragte für Schulen geben – was inhaltlich dasselbe zu sein scheint, wie Braun-Specks Digitalisierungs-Manager. Sie nahm Kontakt auf und wurde infolge Barcamp-Impulsgeber.
Der Sessionplan steht hier: digitalitaet20.de/sessionplan/
Eine Ameldung als Diskussionteilnehmer kann heute (Fr., 19.6.) noch erfolgen und zwar hier.


Mehr über die Hackathons davor erfahren? Siehe Artikel dazu:

Bitte beachtet: Dies ist nur ein kleiner Auszug aus dem Gesamtkonzept „Media4 Teens & Schools“ und war eigentlich nicht als Einzelprojekt für den Hackerthon #WirVsVirus gedacht. Im Gesamtkonzept ist das nur ein kleiner Punkt, der nicht wirklich auffällt … Aber: Diese super schnelle SOFORT-Maßnahme, kann auch eine dauerhafte Lösung sein (sogar eine sehr gute) und sollte wahrgenommen werden, denn: sie kann wirklich ALLEN Schulen sofort helfen. Deshalb ist jetzt doch ein eigenes Projekt geworden:

Quick Solutions 4 Schools:

Lernmaterial auf Schulwebsites + integriertes Online-Klassenzimmer: Viele Schulen haben eine Website auf Basis eines CMS. Dort kann SOFORT ein kleines Lernportal entstehen … angereichert mit H5P-Lernspielen.
Dieses Konzept enthält zwei Bausteine aus unserem Gesamt-Konzept:

  1. ein Online-Klassenzimmer mit Whiteboard-Funktion (je Schule oder Schulträger eins)
  2. Lernmaterial auf den Websites der Schulen bereitstellen

Während der Schulschließungen durch die Corona-Krise haben Schulen zwei Kernprobleme:

  1. Wie kann Unterricht stattfinden, ggf. digital? Insbesondere für Abschlussjahrgänge?
  2. Wie und wo können Lernmaterial und Aufgaben online bereitgestellt werden?

Ist-Situation:
Einige Schulen nutzen digitale Angebote ihrer Bildungsministerien, andere sowas wie iSERV. Auch gibt es Cloudlösungen von Drittanbietern, die zum Speichern und Bereitstellen von Daten genutzt werden. Zudem: Um online Unterrichten zu können, nutzen einige Online-Meeting- bzw. Konferenz-Portale – teure, Lizenzpflichtige oder kostenfreie auf ausländischen Servern.
Aber:

  • Warum sollen Daten auf den Servern von Dritten abgelegt werden?
  • Warum Datenschutzprobleme provoziert
  • und viel Geld für Lizenzen ausgegeben werden?

Wenn all das auf der eigenen Schul-Website gemacht werden kann???


Um eine schnelle, günstige Lösung zu liefern, haben wir während des Hackthons unter dem Namen
„Quick Solutions 4 Schools“ Anleitungen in Text- und Video-Format für Schulen erstellt, in dem sie gezeigt bekommen, wie sie auf ihrer Schul-Homepage Lern-Materialien bereitstellen und wie sie ein eigenes Online-Klassenzimmer bekommen können – ähnlich wie Zoom (welches aber nicht wirklich datenschutzkonform ist).

Gut zu wissen: Sehr, sehr viele Schul-Websites sind mit dem CMS (Content-Management-System) „WordPress“ entwickelt worden. Andere mit Joomla, wenige auch mit Typo3, etc.

Das bedeutet: All diese Schulwebsites können mit der Zeit zu richtigen eigenen Learning-Management-System werden!


Für die Bewältigung der Corona-Krise kann zunächst der einfachste und schnellste Weg genutzt werden, der heißt: Quick Solutions 4 Schools mit den zwei Bausteinen:

1.) Online-Klassenzimmer:

Vereins-Mitglied Pascal Ehlig hat in der 1. Nacht des Hackathons einen Testserver mit so einem digitalen Klassenzimmer mit Whiteboard-Funktion, etc. aufgesetzt. So eins sollte jede Schule dezentral für sich bekommen können. Der Aufwand ist nicht groß. Grundlegend handelt es sich dabei um eine OpenSource-Anwendung (BigBlueButton), die nur jeweils 1x installiert (und auf Dauer: gewartet) werden muss.

zu 2.) Lernmaterial auf Schul-Websites bereitstellen

In den folgenden Beiträgen und Lern-Videos hat Vereinsvorsitzende Susanne gezeigt, wie jede Schule die eigene WordPress-Website für oben genannte Herausforderungen nutzbar machen kann. Was vermutlich Vielen viel leichter fällt, als zunächst gedacht …
Lerninhalte können übrigens mit H5P-Aufgaben angereichert werden (Beispiele, siehe hier: https://media4schools.de/category/3_anwendungen-technik/h5p-lern-spiele/)
Bitte beachten: Diese Anleitung gilt nur für Schul-Websites, die mit WordPress entwickelt worden sind (was sicherlich 80% sind …). Aber andere Webdesigner könnten solche Anleitungen innerhalb kürzester Zeit auch für andere CMS entwickeln!


Es ist nicht bekannt, ob die Schul-Website mit WordPress oder nicht entwickelt worden ist?
Finde es heraus: Öffne die Website im Browser, klicke mit der rechten Maustaste irgendwo ins Leere. Es öffnet sich ein grauer Kasten, wähle dort „Seitenquelltext anzeigen“ – suche in diesem Quellcode nach dem Wort „WordPress“. Kommt es vor, ist das eine WordPress-Website.


Wichtiger Hinweis bzgl. Schüler-E-Mails:
Aktuell gehen viele Schüler (m/w/d) davon aus, dass sie KEINE E-Mail-Adresse haben. Das stimmt so nicht … Diese wissen es nur nicht! Jeder Mensch, der ein Android-Smartphone hat, hat bei der Einrichtung seines Handys ein Google-Konto angelegt. Dazu gehört IMMER eine GMail, die auf dem jeweiligen Handy eingerichtet ist. D.h. Schüler können sehr wohl jederzeit E-Mails von ihren Lehrkräften empfangen.
> Bitten Sie ggf. die Eltern darum, ihren Kindern dabei zu helfen, das GMail-Konto auf ihrem Smartphone wiederzufinden und nutzen zu lernen.


Es gibt drei Zielgruppen & Tätigkeits-Bereiche, für die ich im folgenden Beiträge und Videos verfasst habe:

  1. Website-Administratoren, die die Vorbereitungen auf der jeweiligen Website treffen müssen.
  2. ALLE Lehrkräfte, die Lernmaterial digital zur Verfügung stellen möchten/müssen
  3. Schüler, die diese nutzen sollen

Link: Alle Anleitungen mit Text und Video stehen hier (Link)


Unser Gesamtkonzept steht im DEVpost: https://devpost.com/software/media4teens-schools-so-wird-lehren-lernen-digitalgenial