Trotz Verboten und des Einsatzes von Militär gehen die Brandrodungen im Amazonasgebiet weiter. Brasiliens Präsident Bolsonaro ist für die wirtschaftliche Nutzung der Region und legt sich mit Umweltschützern an.

Brasilien begeht heute den „Tag des Amazonas“ und erinnert an die Gründung der gleichnamigen Provinz durch Prinz Pedro II. im Jahr 1850. Währenddessen brennt es im Regenwald weiter. Zwar hatte die brasilianische Regierung im Juli Brandrodungen für 120 Tage verboten und zum Schutz des Gebietes Militär abgestellt. In den ersten Septembertagen registrierte das Weltrauminstitut INPE aber bereits mehr als 1000 neue Feuer. Im vergangenen Monat hatte es mehr als 29.000 Brände gegeben.

Juliana Myazaki von der Gesellschaft für bedrohte Völker sagt, die illegalen Brandrodungen gingen ungebremst weiter. „Die Umweltbehörden wurden entmachtet, Polizeibehörden kontrollieren kaum und Verstöße haben keine Konsequenzen. Es wird entwaldet, das Holz trocknet, dann wird Feuer gelegt. So werden neue Flächen für wirtschaftliche Aktivitäten wie das Agrobusiness frei.“

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